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Leider hat man mich mit einem etwas überaktiven, querulanten Immunsystem ausgestattet. Das man grundsätzlich mit Ernährung und Bewegung sein Immunsystem beeinflussen kann, habe ich Anfang der 80ziger Jahren schmerzhaft gelernt und entschieden, diese Möglichkeiten positiv für mich zu nutzen.

Das beste, ich wurde belohnt. Ich hatte natürlich auch sehr, sehr viel Glück. Seit Jahrzehnten lebe ich in der Regel frei von Cortison. Im Normalfall sogar ohne Medikation.

In Zeiten in denen jeder behauptet das absolut ultimative Konzept, Rezept, Lösung oder die Wahrheit für jeden und alles gefunden zuhaben und die Hyperbel zum Standard verkommen ist, meine persönliche Erfahrung: „Es gibt nur sehr wenige Wunder und noch weniger Wundermittel! Niemand kann davon ausgehen, dass er ähnlich viel Glück haben wird.“ Mit einer angepassten Ernährung und Lebensweise lässt sich eine deutliche Reduktion der Medikation in der Regel zwar nicht sofort, aber meist über die Zeit erreichen.

Die klassische »Antientzündungsdiät« ist die Basis, anschließend muss jeder für sich selbst herausfinden, welche Nahrungsmittel für ihn besser oder schlechter funktionieren. Bei mir sieht Ernährung sieht im Wesentlichen so aus:

  • Abwechselungsreiches frisches unbehandeltes Gemüse, Obst und pflanzliches Eiweiß. Natürlich bevorzugt aus meinem Garten – besser – frischer – geht es nicht.
  • Minimalster Einsatz an Fertig- bzw. Halbfertigprodukten.
  • Verzicht auf Weizen (der gesamten Weizenfamilie inklusive Dinkel, Einkorn, Emmer oder Kamut), Kuhmilchprodukte und Schweinefleisch.
  • Ich esse sehr wenig Fleisch (maximal 100 – 150 g hochwertiges Fleisch pro Woche).
  • 1 -2 Eier von Wiesenhühnern.
  • Etwas Fisch.
  • Ich vermeide möglichst alle hochverarbeiteten und / oder isolierten Kohlenhydrate, insbesondere Zucker (das gilt auch für Honig, Fruchtzucker, Agavensirup, Birkenzucker, usw.) und natürlich auch alle hochverarbeiteten Ersatzprodukte. Süße – ja – wenig und so natürlich als möglich.

Gute Lebensmittel gibt es nicht für fast nichts. Insbesondere bei tierischen Produkten lohnt es sich in hochwertige Lebensmittel zu investieren.

„Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.“ Arthur Schopenhauer (vermutlich)

Diese Aussage ist natürlich übertrieben aber es lohnt sich einmal intensiv darüber nachzudenken, was wirklich wichtig ist. Vielleicht sollte man doch mehr Zeit und Geld in seine Lebensmittel investieren.

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Juni 2018 – ein kleiner Nachtrag: Ein Zufallsfund (LINK : Prädiabetes, was soll das sein?) Besorgniserregend sind meine Werte sicher nicht, ich werde nun meine Zuckerwerte genau beobachten. Wäre doch gelacht, wenn sich meine Blutzuckerwerte nicht zurechtrücken ließen. Ja, ich weiß schon – mein Langzeitzucker Hba1c liegt schon immer bei 4,5% (normal ist ein Bereich von 4,5% – 5,7%) also besser geht es nicht. Mein Problem ist der „Postpandriale Blutzuckerwert“, dieser sollte zwei Stunden nach der Mahlzeit eigentlich nicht über 140 oder 145 mg/dl liegen. Ich schaffte Spitzen über 185 mg/dl, inzwischen ist 140 mg/dl ein Wert den ich idR locker halten kann – verfluchte Veranlagung.
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Zwischenzeitlich verfüge ich über viel Erfahrung im Zubereiten von Speisen jenseits der »STANDARD« Küche und kann sicher sagen: „Es ist nicht immer ganz einfach. Aber es geht und es lohnt sich ungemein.“ Wir haben nur dieses eine Leben und mit weniger Schmerzen lebt es sich einfach besser, denn im Schmerz ist man immer alleine – die nimmt einem niemand ab.

Vielen Menschen ist nicht bewusst, wie extrem einseitig Ernährung geworden ist. Ein Ernährungstagebuch zeigt oftmals die harte Realität.

Die Meisten kommen mit ganz wenigen Hauptbestandteilen aus. Weizen (Weizeneiweiß, Brot, Nudel, Soßen usw.), Kuhmilch (Käse, Joghurt, Sahne, Butter …), Zucker und Salz, Rind- / oder Schweinefleisch (inklusive Wurst). Mit etwas Glück findet sich auch noch ein Apfel oder eine Banane und Tomate oder Kartoffeln (Pommes, Chips,…) auf der Liste.