Mein Garten, meine Verantwortung

Ohne möglichst frisches, unbelastetes Obst und Gemüse geht in meiner Küche so gut wie nichts. Als sich mir die Gelegenheit bot, war der Schritt zu einem eigenen Küchengarten nur noch sehr klein.

Nur Mut, „garteln“ ist gar nicht so schwer. Als meine »Küchengartler« Laufbahn begann, haben mich alle ausgelacht und behauptet, bei mir würde selbst ein Kaktus vertrocknen. Ich habe keinen Fehler ausgelassen.

Nur so, ganz ehrlich, gibt es etwas schöneres als in den Garten zu hüpfen um Tomaten, frische Kräuter oder Beeren zu pflücken? Im Übrigen, ein Küchengarten ist nicht nur lecker, sondern auch umweltfreundlich. Man spart wirklich eine Menge an Verpackungsmaterial ein.

Lecker und gesünder essen und sonst?

Gärtnern hat erstaunlich viele positive Aspekte zu bieten:

  • Gärtnern ist gut für das Selbstvertrauen.
  • Man kann sehen und fühlen, was man getan hat! In unserer virtuellen Welt ist das für viele Seelen eine echte Wohltat.
  • Gärtnern erdet.
  • Gärtnern ist pädagogisch wertvoll. Es macht geduldig, demütig, trainiert Sorgfalt, Disziplin und Verantwortungsbewusstsein.
  • Gärtnern öffnet die Sinne.
  • Gärtnern ist gesund, es sorgt für Bewegung und frische Luft.

Ansonsten halte ich es mit Johann Wolfgang von Goethe: „Die Natur versteht keinen Spaß, sie ist immer wahr, immer ernst, immer strenge, sie hat immer recht, und die Fehler und Irrtümer sind immer des Menschen.“

Jetzt bin ich einmal wieder die absolute Spaßbremse.

„Meine Scholle gehört mir und ich mache damit was ich möchte, basta!“ Habe ich tausendmal gehört und NEIN ganz so einfach ist es nicht. Nicht jeder hat einen eigenen Garten egal ob gemietet, gepachtet oder gekauft. Nur jeder der einen hat, übernimmt für die Zeit in der er den Garten, den Boden nutzt Verantwortung.

Ich spreche von Erde, Wasser und insbesondere den Lebensformen ohne welche wir nicht leben können. Da sind die vielen Nützlinge wie Bienen, Hummeln, Marienkäfer, Florfliegen, Raubwanzen oder Regenwürmer auch viele Nematodenarten und anderes „Bodenleben“.

  • Unsere Aufgaben?
  • Wie wäre es mit nicht vergiften und einen Beitrag zum Schutz und Erhalt leisten? 
  • Fertig, easy oder?

LINK (lfu) : Boden lebt  — LINK (lfu) : Bodenlehrpfade Beiträge vom Bayerisches Landesamt für Umwelt.

Die Erde, der Boden – ein höchst komplexer Lebensraum ist immer noch, man glaubt es kaum, relativ wenig oder zumindest nicht ausreichend erforscht und verstanden. Einen Boden zu bewirtschaften und über Jahre gesund und ertragreich zu halten ist eine echte Herausforderung. Dabei gilt es nicht zu vergessen – Bodenschutz ist Wasserschutz! Der 5. Dezember ist DER Tag des Jahres – der Tag des schlechten Gewissens eines jeden Gärtners. Weltbodentag LINK : United Nations – 5. Dezember, ok, Du wusstest es bisher nicht. Du bist entschuldigt bis genau jetzt! Das war es, ab heute gibt es keine Ausrede mehr!

Wie bin ich zu diesem Thema gekommen? Ganz einfach und wieder einmal naiv. Wer Gemüse ernten will, kommt um Dünger egal in welcher Form, nicht herum. Der „normale Kreislauf“ sieht vor, dass alle Organik (Blätter und Früchte) mehr oder weniger an Ort und Stelle verbleiben, dem Boden wieder zugeführt werden. Jetzt komme ich – der Mensch und entnehme die Früchte, Blätter oder Knollen (die Energie und Nährstoffe) esse sie auf und was davon übrig bleibt, entsorge ich über die Kläranlage nach sonst irgendwohin, auf und davon.

Das Blaukorn, immer noch der Standard Dünger, ich habe damals diesen Beutel angesehen und nee, nee das wollte ich nicht. Inzwischen habe ich natürlich auch gelernt: „Blaukorn ist so preiswert wie ungeeignet für die Erhaltung eines gesunden Bodens.“ Ja, ich bin Lehrling meines Bodens und ich lerne in Kursen die jährlich zum Weltbodentag angeboten werden, etwas dazu. Ich mache Fehler, jedes Jahr neue. Das Wetter und die Vielfalt an Pflanzen sind eine echte Herausforderung.

Gegen tote Gärten, ein bisschen LINK (nabu) : Naturschutz im Garten , geht immer.

Meine Kollegen, ohne die es einfach nicht geht.  Wenn es ihnen nicht gut geht habe ich viel Arbeit, sehr viel Arbeit.