Mein Garten, meine Verantwortung

Jetzt bin ich einmal wieder die absolute Spaßbremse. „Meine Scholle gehört mir und ich mache damit was ich möchte, basta!“ Habe ich tausendmal gehört und NEIN ganz so einfach ist es nicht. Nicht jeder hat einen eigenen Garten egal ob gemietet, gepachtet oder gekauft. Nur jeder der einen hat, übernimmt für die Zeit in der er den Garten, den Boden nutzt Verantwortung.

Ich spreche von Erde, Wasser und insbesondere den Lebensformen ohne welche wir nicht leben können. Da sind die vielen Nützlinge wie Bienen, Hummeln, Marienkäfer, Florfliegen, Raubwanzen oder Regenwürmer auch viele Nematodenarten und anderes „Bodenleben“.

  • Unsere Aufgaben?
  • Wie wäre es mit nicht vergiften und einen Beitrag zum Schutz und Erhalt leisten? 
  • Fertig, easy oder?

LINK : Boden lebt  — LINK : Bodenlehrpfade Beiträge vom Bayerisches Landesamt für Umwelt.

Die Erde, der Boden – ein höchst komplexer Lebensraum ist immer noch, man glaubt es kaum, relativ wenig oder zumindest nicht ausreichend erforscht und verstanden. Einen Boden zu bewirtschaften und über Jahre gesund und ertragreich zu halten ist eine echte Herausforderung. Dabei gilt es nicht zu vergessen – Bodenschutz ist Wasserschutz! Der 5. Dezember ist DER Tag des Jahres – der Tag des schlechten Gewissens eines jeden Gärtners. Weltbodentag LINK : United Nations – 5. Dezember, ok, Du wusstest es bisher nicht. Du bist entschuldigt bis genau jetzt! Das war es, ab heute gibt es keine Ausrede mehr!

Wie bin ich zu diesem Thema gekommen? Ganz einfach und wieder einmal naiv. Wer Gemüse ernten will, kommt um Dünger egal in welcher Form, nicht herum. Der „normale Kreislauf“ sieht vor, dass alle Organik (Blätter und Früchte) mehr oder weniger an Ort und Stelle verbleiben, dem Boden wieder zugeführt werden. Jetzt komme ich – der Mensch und entnehme die Früchte, Blätter oder Knollen (die Energie und Nährstoffe) esse sie auf und was davon übrig bleibt, entsorge ich über die Kläranlage nach sonst irgendwohin, auf und davon.

Das Blaukorn, immer noch der Standard Dünger, ich habe damals diesen Beutel angesehen und nee, nee das wollte ich nicht. Inzwischen habe ich natürlich auch gelernt: „Blaukorn ist so preiswert wie ungeeignet für die Erhaltung eines gesunden Bodens.“ Ja, ich bin Lehrling meines Bodens und ich lerne in Kursen die jährlich zum Weltbodentag angeboten werden, etwas dazu. Ich mache Fehler, jedes Jahr neue. Das Wetter und die Vielfalt an Pflanzen sind eine echte Herausforderung.

Gegen tote Gärten, ein bisschen Naturschutz im Garten , geht immer.

LINK : Mein Küchengarten – Mein Ziel ist es, einen Garten zu schaffen, der mir und „meinen Kollegen“ einen Lebensraum, einen Erholungsort bietet UND bei mäßigem Aufwand schön, abwechslungsreich und dabei auch noch lecker ist.

Meine Kollegen, ohne die es einfach nicht geht.  Wenn es ihnen nicht gut geht habe ich viel Arbeit, sehr viel Arbeit.