„Gesünderes“ Konservieren

Gibt es etwas Leckereres als frisch geerntetes Obst oder Gemüse?

Nö, für mich nicht. Ich liebe Obst und Gemüse maximal frisch – quasi, frisch getötet oder noch „zappel“ frisch. Der Genuss dieser am Strauch gereiften noch „sonnenwarmen“ Kirschtomaten macht mich einfach glücklich.

Um möglichst viel Obst und Gemüse frisch essen zu können, achte ich schon beim Pflanzen bzw. Säen auf unterschiedliche Ernte- bzw. Reifezeiten. Wir haben beispielsweise bei den „Roten Johannisbeeren“ je eine frühe, mittlere und späte Sorte gepflanzt. Soweit der Plan, unsere Strategie.

Trotzdem gelingt mir leider nur selten die Erntemenge auf den aktuellen Bedarf abzustimmen. Wie ich mich auch bemühe, die Natur hat oftmals andere Pläne. Lebensmittel, also Essbares verkommen zu lassen ist für mich keine Option. Zudem hat die „Produktion“ einige Ressourcen verbraucht. Zum Beispiel Wasser (die Dürre von 2018 einmal ignoriert) auch in normalen Jahren, also in Jahren in denen ich ausschließlich Regenwasser nutze, benötige ich zum Beispiel Energie zum Betrieb der Wasserpumpe (Strombedarf einer kleinen Pumpe beträgt ca. 800 Watt pro Stunde).

Wenn „Nahrung“ aus einem Nutzgarten, dem eigenen Küchengarten also wirklich umweltfreundlicher, nachhaltiger und gesünder als der Einkauf im Supermarkt sein soll, dann erfordert dies schon einiges Nachdenken.

Aufwand : Nutzen

Je mehr Pflanzen bzw. Pflanzenteile ich sinnvoll verwerten kann, desto besser wird die Bilanz. Es macht auch wenig Sinn, zusätzlich Ressourcen zu investieren und Produkte herzustellen, welche dann nie gegessen werden. Fruchtaufstrich ist so ein Thema. Wer wie ich mit Zucker sehr sparsam umgeht, muss seinen Fruchtaufstrich selbst herstellen. Nur, wie viel Fruchtaufstrich werde ich essen und wie viel verschenken können?

Konservieren ist für mich wie die „Quadratur des Kreises“. Ein Kompromiss zwischen Verderb, Vitaminverlust, Arbeitsaufwand, Gesundheit (Konservierungsstoffe) und Umwelt (Verpackung, Müll, Energieverbrauch) UND Geschmack. Da sich meine Ernährung nach den Grundsätzen einer LINK : Entzündungshemmende Ernährung richtet, müssen diese natürlich auch hier gelten. Ja, manchmal spannend und nicht immer einfach, besonders wenn es um Zucker und Salz geht. Diese Herausforderung habe ich angenommen und möglichst zuckerarmes „EINMACHEN“ ist ein Thema, was kann man „sonst noch so“ machen ein anderes.

Kein Verfahren welches ich nicht nutze oder versucht habe und ich gebe zu, es ist nicht immer einfach, für jedes Gemüse bzw. Obst die für mich „beste“ Methode zu finden.

Am liebsten friere ich Lebensmittel ein, gut verpackt und maximal frisch. Ich bemühe mich meine Tiefkühlkapazität gleichmäßig auf die verschiedenen Früchte und Gemüse zu verteilen. Es soll uns in der „Grauzeit – Nichterntezeit“ ja nicht langweilig werden.

Und wir ernten wieder mehr als wir frisch essen oder einfrieren können, trotz Spätfrost und Trockenheit. Oder kurz gesagt – es ist Einmachzeit.

Beerenernte Brombeeren Johannisbeeren Aronia Stachelbeeren Berberitze Jostabeere entsaften einmachen einkochen gesund

Entsaften – Einmachtag zur Beerenzeit ist „Slow Juicer Tag“

Kennst Du den „Schweinezyklus“? 2018 ist wieder so ein Jahr, an dem ich an mein erstes Semester erinnert werde.

Küchengarten Kirschtomaten in Öl einwecken

Tomaten – getrocknete Kirschtomaten in Öl

Getrocknete Kirschtomaten eingelegt in gutem Öl und Gewürzen gehören sicherlich zu dem Leckersten, was wir einmachen können.

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