Hummelglück

Ja, klar Bienen sind wichtig. Immerhin „geben“ sie Honig, der ist süß und süß ist lecker. Nur die Honigbiene ist zwar nett aber sie hat auch den Imker der sich um sie kümmert, ihnen ein Haus und ggf. Futter zur Verfügung stellt, außerdem leben sie in großen Familien. Sie sind schlau, können relativ weit fliegen und informieren sich gegenseitig über gute Futterplätze. Honigbienen sind zudem „Big Business“ (der Umsatz mit Bienenhonig im Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland liegt über 300 Millionen Euro pro Jahr), damit hat sie eine vergleichsweise große Lobby für ein Insekt. Eigentlich sind sie Diven und gegenüber solitär lebenden Wildbienen klar im Vorteil.

LINK : BUND Baden-Württemberg – Biene und Honig pdf mit 111 Seiten

Solitär lebende Bienen, ca. 95% aller Bienenarten leben alleine und betreiben keine Brutpflege. Das bedeutet sie haben nach dem Schlüpfen nur wenige Wochen für die Paarung, den Nestbau und die Sammlung von Nektar und Pollen. Diese Nahrung muss für sie selbst und für ihren Nachwuchs bis zum nächsten Frühjahr reichen. „Blühlücken“ sind Nahrungslücken und für diese Bienenarten besonders schlimm.

Die Hummel – böse Zungen haben einmal behauptet, sie könne eigentlich nicht fliegen. Eine der ersten Lektionen als Freizeitgärtner für mich war, es kommt auf die Hummel an! Ich wünsche mir, dass sich JEDER einmal in den Garten setzt und genau hinschaut wer tatsächlich die Arbeit macht. Wenn es kühl, nass und windig ist — genau die Hummel. Die Hummel ist das Arbeitstier – ein Packesel, sie haut auch nicht einfach ab nur weil es irgendwo gerade etwas besseres gibt. Egal ob es kalt, windig oder feucht ist – die Hummel ist bei der Arbeit.

Honigbienen fliegen ab ca. 10°C.
Hummelköniginnen sind ab 2°C und Arbeiterinnen ab 6°C im Einsatz.

Hummeln fliegen täglich bis zu 18 Stunden und schaffen dabei bis zu 1000 Blüten auch bei schlechtem Wetter. Das schafft keine Honigbiene. Hummel haben keine großen Vorräte und sie füttern sich auch nicht gegenseitig, daher müssen sie relativ regelmäßig sammeln UND dabei auch etwas essbares finden!

LINK : BR – Die Hummel BR PODCAST – BR2 Radiowissen „Hummel – Hofstaat für einen Sommer

Auf der Suche nach Pflanzen : LINK : „Pflanzen für Wildbienen – Bienenweiden für Garten und Balkon“ vom BUND .pdf 8 Seiten

Einige WIN:WIN Pflanzen für den Küchengarten mit Blühbeginn ab:

Februar Kornelle, Gänseblümchen, Mandelbaum
März Aprikosenbaum, Mispel Germanica, Löwenzahn
April Felsenbirne, Berberitze, Kohlsorten, Spitzwegerich, Süßkirsche, Sauerkirsche, Pflaume, Zwetsche, Pfirsich, Birne, Johannisbeeren, Stachelbeeren, Heidelbeere, Blaubeere
Mai Knoblauchsrauke, Bärlauch, Meerrettich, Quitte, Erdbeere, Walnuß, Apfel, Erbse, Rettich, Himbeere, Brombeere, Rosmarin, Schwarzer Holunder, Senf, Rauke, Elsbeere, Beinwell, Thymian, Ackerbohne, Eberesche
Juni Küchenzwiebel, Heckenzwiebel, Schnittlauch, Spargel, Borretsch, Senf, Senfkohl, Ringelblume, Rapunzel-Glockenblume, Kerbelrübe, Quendel, Koriander, Gartenkresse, Pfefferminze, Schwarzkümmel, Pimpernelle, Breit-Wegerich,
Juli Porree, Dill, Zichorie, Fenchel, Herbst-Löwenzahn, Liebstöckel, Zitronen-Melisse, Minze, Pastinak, Anis, Bohnenkraut, Rainfarn
bis Oktober blühen noch Estragon, Borretsch, Pfefferminze, Oregano, Pimpernelle, Wegerich, Rettich, Bohnenkraut, Senf, Löwenzahn, Thymian, Quendel
November bis zum Frost blühen noch Ringelblume, Gänseblümchen