Küchengarten

Physalis einfach lecker

Warum sie nicht fehlen sollte. 

Physalis Küchengarten meinKüchengarten

Die Physalis ist eine ertragreiche, mehrjährige strauchige Pflanze und bei uns leider nicht winterhart.

Im August neigt sich die „rote Beerenwelle“ langsam dem Ende zu und auch bei den Herbsthimbeeren wird es übersichtlicher und meinem Geschmacksinn dürstet es nach mehr Exotik..

Wer ernten will, muss säen. Für die Physalis gilt, wer viel ernten möchte, muss frühzeitig säen.

Die Jungpflanzen sollten so zeitig angezogen werden, dass bei passender Witterung ab Mitte Mai geschützt ausgepflanzt werden kann.

In heißen Jahren werden die ersten Früchte zwar schon früher reif aber die Haupterntezeit ist bei mir ab Mitte August oder September, dann bis zum Frost. Bei späten Aussaaten werden sehr viele Früchte nicht reif. Von der Pflanzung bis zur Reife vergehen ungefähr 3 – 4 Monate.

Eine Pflanze beansprucht ca. 0,5 m² normalen humosen Gartenboden (PH-Wert zwischen 5,5 – 7,0) und wünscht sich viel Sonne und Wasser. Optimal ist ein im Frühjahr mit Kompost (3-5 l pro qm) versorgter Boden plus ca. 25 Hornmehl pro Pflanze. Wird es später knapp, kann man bedarfsgerecht flüssig nachdüngen. Im Freiland erreicht sie eine Höhe von 1 – 2 m, im Gewächshaus schafft sie es auf 2,50 m.

Die Physalis wächst kräftig und zunächst eintriebig. Mit der Verzweigung beginnt sie ab ca. 30-40 cm. Soll sie, als Kübelpflanze gezogen werden benötigt sie mindestens 10 -12 Liter Kübelvolumen und gutes Substrat. So lässt sich die Physalis, vorausgesetzt man räumt sie rechtzeitig ein und besitzt einen geeigneten Platz natürlich sehr viel einfacher als eine Freilandpflanze überwintern.  Ich für meinen Teil habe sie in großen Kübeln, vielleicht 45 – 50 l – sie ist einfach durstig.

Dazu wird die Physalis um die Hälfte zurückgeschnitten und bei 5-10°C eingelagert. Ob sich die Überwinterung lohnt, kann ich nicht sagen. Meine Versuche hierzu habe ich eingestellt, da ich regelmäßig mit Schädlingsbefall zu kämpfen hatte und die Anzucht sich wirklich einfach gestaltet.

Reife Physalis sind je nach Sorte intensiv gelborange gefärbt, die Hülle ist vertrocknet und braun gefärbt. Nach meiner Erfahrung reifen richtig unreife (d.h. richtig grüne) Früchte nicht nach. Früchte, welche aber bereits mit der Reifung begonnen haben, reifen bei ausreichend Wärme weiter.

Als Saatgut kann man Samen aus gekauften reifen Früchten nutzen. Nach Versuchen mit unterschiedlichen Sorten habe ich meinen persönlichen Favoriten gefunden.

Die „Schönbrunner Gold“ ist eine großfruchtige Selektion der Forschungsanstalt für Gartenbau Schönbrunn/Wien. Die »Schönbrunner Gold« hat nicht nur besonders große schmackhafte Früchte, sondern sie reift auch etwas früher. Überzeugt hat mich der stabile Wuchs. Bei mir ist es oft sehr windig, da sind mir bei den anderen Sorten häufig die Äste frühzeitig abgebrochen.

Kategorien:Küchengarten, Pflanzen

Tagged as: , ,