Gesundheit

Prädiabetes, was soll das sein?

[ :o) Werbung und Warenzeichen :o) ] Ich und Diabetes? Geht mich nichts an, ich (LINK : Wer bloggt?) lebe seit Jahrzehnten „gesund“. Dank meines wenig erfreulichen Immunsystems grundsätzlich nach den Empfehlungen einer „Entzündungshemmenden Ernährung“ und für ausreichend Bewegung ist auch gesorgt.

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LINK : Zucker zum Weltdiabetestag

Es wird sicher niemanden wundern – Zucker, Fertigprodukte, Fastfood usw. finden sich nicht, selten und dann nur in kleinen Mengen auf meinem Tisch. Übergewicht, in nun 55 Jahren – never ever! Blutdruck immer etwas niedrig, Blutfette optimal. Mein Diabetes-Risiko (LINK : Deutscher Diabetes Risiko-Test) fast null (0,5%) und nun das: „Ein Zufallsfund“ lässt mich aufschrecken! Keine Sorge, Diabetes ist das keiner, noch lange nicht ABER einfach ignorieren?

Gemäß dem LINK : Diabetes-Atlas erfreut sich Deutschland (nach neusten Zahlen) so ungefähr an 7,4 Millionen Diabetikern und wenn wir auf Europa schauen, sind wir zusammen mit Portugal, Rumänien und Malta spitze. Also ca. 10 % der Deutschen gehören zum Club der Diabetiker, 90% davon sind Type-2-Diabetiker. Ich mag nicht UND ich möchte nicht zu Euch dazu gehören, ich für meinen Teil finde den Club der “Autoimmuner“ exklusiv genug.

Zitat aus dem „LINK : Deutscher Gesundheitsbericht Diabetes 2018“: „Die Entstehungsmechanismen und erblichen Veranlagungen sind komplex und zum großen Teil noch unverstanden. Auch wenn der Lebensstil bei der Entstehung eine wichtige Rolle spielt, ist er „nur“ ein Trigger.“ So sieht es wohl aus. Die Gene und meine sind in diesem Punkt nicht gut. Oma, Mutter und Onkel – Diabetes-Type 2, einer davon insulinpflichtig. Und weiter: „Wenn es um die Prävention von Type-2-Diabetes geht, gilt als zunehmend gefestigt, dass man die Erkrankung bereits im Frühstadium, dem sogenannten Prädiabetes erkennen muss, um diese zu verhindern. Zudem scheint die Wissenschaft überzeugt, dass es sich bei Diabetes-Typ-2 um eine chronisch-progrediente Erkrankung handelt, die früher oder später in einer Insulintherapie endet.“ Machtlos? Nein, machtlos bin ich nicht!

Der Blutzucker scheint im Übrigen auch in enger Beziehung zum Altern zu stehen. Vor einigen Wochen kam im 3Sat ein Betrag über das „Altern“. Niedrige Blutzuckerwerte scheinen auch vorteilhaft, wenn es um ein langes Leben geht. Will ich lange leben? Nein, nicht notwendigerweise ABER ich möchte solange ich lebe GUT leben. Ich will mich nicht von Tag zu Tag quälen müssen. Nein, das brauche ich nicht.
LINK :3Sat, Wissenschaftsdoku „Uralt und Blut-jung“ vom 7.06.2018, online bis 8.6.2023.

Diabetes – LINK : „WISSEN RUND UM DIABETES“ Diabetesinformationsdienst München „Typ-2-Diabetes: Grundlagen“ – „Der Insulinhaushalt bei gesunden“ und „Insulinresistenz“.

Das muss man wissen! Zitat: „Mit Hilfe des Insulins wird beim gesunden Menschen die Blutglukose auch bei großer oder auch fehlender Nahrungsaufnahme innerhalb eines engen Bereichs zwischen 60 und maximal 140 Milligramm pro Deziliter Blut (mg/dl) gleichbleibend gehalten.“ – „Eine Insulinresistenz geht einem Typ-2-Diabetes zumeist um Jahre voraus. Über einen langen Zeitraum hinweg sind die Zellen gegenüber Insulin bereits sehr unterschiedlich resistent, so dass der Körper den Anstieg der Blutglukose nach dem Essen (60-120 Minuten) nicht mehr auffangen kann.“LINK : Die Diagnose erfolgt beim Arzt durch einen sogenannten Glukosetoleranztest (oGTT).

Zufallsfund – wie oft, der Zufall halt.

Beim Einkaufen in der Drogerie meines Vertrauens bin ich über ein Aktionspaket gestolpert. Ein Blutzucker „Starterkit“. Messgerät, Stechhilfe, Teststreifen und Kontrolllösung für unter 10 Euro. Warum ich es gekauft habe? Eigentlich aus Neugier, ich dachte mir, ich könne feststellen wie die unterschiedlichen Zucker bzw. Kohlenhydrate auf mich wirken. Nicht im Traum hätte ich an komische Werte gedacht.

Also das TESTAmed Kit ausgepackt, Bedienungsanleitung durchgelesen und Pieks. Na ja, kann nicht sein gerade noch so im Grenzwert, hatte seit Stunden nichts gegessen. Pieks und noch ein Pieks, Kontrolllösung und Pieks, nein – es wurde nicht besser. Ok, das Gerät oder die Teststreifen müssen irgendwie nicht in Ordnung sein. In der Anleitung stand etwas von hohen Temperaturen und wir hatten ja nun viele Tage hohe Temperaturen und wenn eine Schachtel in der Sonne liegt, sind 30°C schnell erreicht.

Gewurmt hat es mich aber trotzdem und nach Recherchen habe ich mir ein weiteres Messgerät und was man sonst noch braucht aus der Apotheke besorgt. Orientiert habe ich mich – wie man es so macht, wenn man keine Ahnung hat bei LINK : „Stiftung Warentest“ – Blutzuckermessgeräte.

Prädiabetes Diabetes Blutzuckermessgerät

Das meine ist nun das von STADA (Gluco Result) weil es im obigen Test das genaueste Ergebnis lieferte. Ein Blutzuckermessgerät laut Warentest ohne Schnickschnack, einfach, preiswert aber genau. Ist das jetzt Werbung? Vielleicht, aber bezahlt werde ich dafür nicht und empfehlen kann ich es auch nicht, dazu fehlen mir die Fachkenntnisse. Ich kenne nur diese beiden Messgeräte. Um es vorweg zunehmen, meine Blutzuckerwerte waren mit beiden Geräten korrekt und nein, die sind nicht, was ich mir vorgestellt habe.

Das Gluco Result ist plasmatisch kalibiert (LINK : unterschiedliche Werte Kalibierung)

nüchtern 2 Stunden nach dem Essen
normal bis 100 mg/dl bis 140 mg/dl
gestörte Nüchternglukose/ Glukosetoleranz bis 125 mg/dl über 140 mg/dl
Diabetes ab 126 mg/dl über 200 mg/dl

TAG 1 – Meine Werte nach dem Frühstück (Müsli) 105, Mittagessen

Prädiabetes Diabetes Salat Eiskraut Blüten

(Salat, etwas Reis und Gemüsecurry) 101.

Prädiabetes Diabetes Milchreis zuckerfrei

Abendessen („Milchreis“, Basmati-Reis, kernig mit Walnuss-Milch, frischen Sauerkirschen, Johannisbeeren und Jostabeeren – alles ohne den Zusatz von irgendwelchen Zuckern!) Blutzucker gemessen nach einer Stunde (wir wollten noch weg) 166. Mir war die Lust vergangen und wir blieben Zuhause um weiter zu messen. Nach 2 Stunden 172, nach 3 Stunden 169. Ok, ich brauche einen anderen Finger. Also Finger Nummer 11 – hat das gleiche wie ich gegessen, Ergebnis 129 – also normal, „Milchreis“ hin oder her. Am Gerät kann es nicht liegen. Nach einer weiteren Stunde 147, dann hatte ich erst einmal genug.

TAG 2 – Am nächsten Morgen, nüchtern 109!

Prädiabetes Diabetes Hirse Quinoa

Frühstück (ein kleines Müsli, selbstgemacht mit frischen Beeren ohne Zuckerzusätze). Zweistunden später 104, geht doch. Mittag

Prädiabetes Diabetes Salat Blüten

(Salat, Roggenbrot mit Käse) 123, Abends (Hirse-Quinoa-Zucchini mit Lachs in Senfsoße, natürlich alles ohne Zuckerzusätze) nach 2 Stunden 120.

TAG 3Nüchtern wieder 108.

Prädiabetes Diabetes Kichererbsen Kartoffel Süßkartoffel

Frühstück (2 Scheiben Roggenbrot, frische Beeren, Kaffee, Fruchtaufstrich alles zuckerreduziert) 117 dann zwei Stunden in den Garten und anschließend nochmal Blutzucker gemessen 93! Geht doch! Auf Mittagessen hatte ich dann aber keine Lust mehr, dafür bin ich noch 10 km gemütlich durch die Gegend geradelt. Abendessen (Kichererbsen, Tomatensoße, Kartoffel, Süßkartoffel, Grünerspargel und Zucchini) zwei Stunden später 107, kann sich doch sehen lassen, oder?

TAG 4Nüchtern 98 mg/dl, mein Blutzucker ist also wieder in den Normalbereich gedrückt.

Ich denke, es ist Zeit für einen Blutzucker Check-up. Egal ob der letzte „allgemeine“ Check-up völlig unauffällig war oder nicht. Es scheint mir als seien der Gelegenheitsblutzuckerwert, ein „Nüchternblutzucker“ als auch der Langzeitzuckerwert „HbA1c“ bei Menschen mit einer regelmäßig „gesunden“ zuckerarmen Ernährung wenig aussagekräftig hinsichtlich einer möglichen verringerten Glukosetoleranz bzw. eines eventuell beginnenden Prädiabetes.

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