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Entzündungshemmende Ernährung bei „Rheumatoider Arthritis“

Ernährungsmediziner an der LMU München konnten in einer Studie zum 10-Jahres-Verlauf der Rheumatoiden Arthritis feststellen: „Unter dieser Ernährung sehen wir einen deutlich besseren als den erwarteten Krankheitsverlauf bei der Rheumatoiden Arthritis“.


Die anti-inflammatorische Kost – wenig Fleisch und Wurst, fettarme Milchprodukte, reichlich Fisch, hochwertige Pflanzenöle und viel Obst und Gemüse. Außerdem sei „westliches Essen“ Gift für Rheumatiker und beeinflusse auch die Schwere eines Systemischen Lupus Erythematodes. Unter „westlichem Essen“ versteht man bei der LMU eine fett, zucker- und salzreiche Kost, welche proinflammatorische Zytokine wie Leptin, Adiponectin, Resistin und Viafalin freisetzen.

Arachidonsäure benannt nach „archis = der Erdnuss“ ist eine ungesättigte Fettsäure, im Gegensatz zur vollständig gesättigten Arachinsäure, welche zuerst aus der Erdnuss isoliert wurde. Die Arachidonsäure ist ein weiterer Ausgangsstoff für Entzündungsbotenstoffe und sollte zwar nicht vollständig aber doch überwiegend vermieden werden. Zumal es mit zuckerreicher Ernährung zu einer verstärkten Einschleusung in die Zellen kommt.

Einer der höchsten Gehalte der Arachidonsäure wird in Schweineschmalz (1700mg pro 100g) gefunden zum Vergleich Eigelb (297mg pro 100g), Schweinefleisch (120mg pro 100g), Rindfleisch (70mg pro 100g), Huhn (42mg und 100g) und Soja (0). Auch wenn low-carb und Paleo gerade besonders hip sind und auch wenn es Dir schmeckt. Egal, auf große Mengen tierischen Fettes, insbesondere auf Schweineschmalz und Innereien vom Schwein sollte man als Autoimmuner ganz verzichten und mit Eiern sparsam umgehen.

Ich für meinen Teil habe mit „tierproteinreicher“ Basiskost abgeschlossen. Nach einer aktiven Phase mit entsprechenden Medikamenten in den frühen 1980ern, hatte ich etwas zugenommen. Nicht viel aber ich wollte die 4 kg unbedingt wieder loswerden. Man hatte mir damals bereits erklärt das Gewicht, Medikament und Entzündungen ein Problem werden würden und ich solle doch mein Gewicht halten. Also ich, jung und in voller Panik, diese 4 kg müssen wieder weg. Wie auch immer ich damals an die Atkins – Diät  gekommen bin, keine Ahnung. Im Studium, mit schmalem Geldbeutel – wurde es Schwein und kein Kalb oder Wild.

Am Anfang war auch alles gut. Genau solange bis der nächste Schub einsetzte, meine Finger – warum auch immer. Das waren die übelsten Entzündungen meines Lebens. Ich habe diesen Schub damals nur schwer unter Kontrolle bekommen. Na ja – am Ende hat es fast ein Jahr gedauert, bis ich wieder auf Spur war. Diese Lektion hatte ich gelernt – ich und Kortison – danke, diesmal waren 5 kg wieder drauf.
Der zweite Versuch hat dann gut funktioniert. Erst eine runde Heilfasten und dann ein Jahr auf Rohkost. Die Gewichtsabnahme hatte deutlich länger gedauert, aber dafür hatte ich nur zu beginn mit meinem Darm bei der Eingewöhnung etwas Probleme. In den folgenden Jahren bin ich zwar zu „normalerem“ Essen zurückgekehrt aber Rohkost hat meinen Speisezettel nie wieder verlassen. Gelernt hatte ich in diesen schmerzhaften Jahren, entgegen der damals landläufigen Meinung, dass meine Ernährung sehr wohl Einfluss auf meinen Verlauf bzw. die Intensität meiner Erkrankung hat.

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