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Autoimmun oder ich kann es selbst

Autoimmune Krankheitsbilder sind vielgestaltig. Es ist kaum zu glauben, was es alles gibt.

Das Spektrum reicht von „Allerweltskrankheiten“ wie „Diabetes Typ-1“ oder diversen rheumatischen Erkrankungen wie beispielsweise der „rheumatoiden Arthritis“  bis zu Exoten wie die „Autoimmune Polyendocrinopathy-Candidiasis-Ectodermal Dystrophy“, welche bisher nur in Finnland auftrat. Die Attacken können „nur“ ein Organ aber auch das gesamte System betreffen. Beim „Lupus Erythematodes“ schließlich, darf sich jeder an „einem eigenen Lupus“ erfreuen.

So unterschiedlich die Erkrankungen sind, so gemein ist ihnen – ALLES SELBST GEMACHT! Man könnte auch sagen „Unser Körper spielt Krieg mit sich selbst“, wir brauchen sonst nichts, wir sind uns selbst genug. Vielen Dank an mich.

Ich möchte hier nicht auf die eine oder andere Erkrankung eingehen. Das ist viel zu speziell und ich bin kein Mediziner, sondern einfach nur betroffen. Was uns auch eint, ist das Wissen darum, dass „wir uns erhalten bleiben“. Das ist in der Regel nichts was man so einfach und nebenbei reparieren – sprich heilen kann.

Vorbeugung?
Könnte man Autoimmunerkrankungen vorbeugen? Vielleicht. Dazu müsste man die genaue Ursache ihrer Entstehung kennen. Aber genaues weiß man nicht! Vermutet wird, dass ihre Entstehung auf zwei Komponenten basiert. Da ist zum einen die genetische Disposition und zum anderen ein Trigger, der vermutlich von außen kommt. D.h., nach jetzigem Verständnis ist eine Autoimmunerkrankung quasi eine Mischung aus „bad luck and bad genes“. Bis die jeweiligen Auslöser gefunden und die passende genetische Disposition zu der jeweiligen Autoimmunerkrankung diagnostiziert werden kann, kann ihr Ausbruch auch nicht verhindert werden.

Als mögliche Trigger gelten Stress, Alkohol, Tabak oder auch Kontakt mit Stoffen, welche im allgemeinen als ungesund oder als Allergie auslösend gelten. Es gilt die Empfehlung eines möglichst gesunden Lebensstils, welcher langfristig zu gesteigertem Wohlbefinden beiträgt und damit das Risiko einer Autoimmunerkrankung für den Fall der Fälle senkt. Nur das Risiko zu senken, bedeutet leider nicht es auch verhindern zu können – 0% Risiko gibt es nicht. (Ist das nicht hilfreich?) Bei Autoimmunerkrankung, welche in Familien bekannt oder gehäuft auftreten, ist es natürlich einfacher festzustellen, ob man ebenfalls betroffen sein könnte.

Behandlung
Immunsuppressiva sind Substanzen, die eine Unterdrückung des körpereigenen Abwehrsystems bewirken. Es handelt sich um zahlreiche unterschiedliche Wirkstoffe, die das Immunsystem gezielt an möglichst passenden Stellen unterdrücken. Diese Medikamente werden bei Krebserkrankungen, Autoimmunerkrankungen und bei Organtransplantationen eingesetzt. Nur wie immer – es gibt eben nicht nur die gewünschte Wirkung, sondern eben auch die unerwünschten. Unschönerweise bringen ausgerechnet viele der äußerst wirksamen Medikamente schwerwiegende Risiken oder Nebenwirkungen mit. Bei Transplantationen ist es klar – ohne eine lebenslange Einnahme wird das nichts. Bei den Autoimmunern ist das nicht immer so klar. Zwar können durch den Langzeit-Einsatz viele Erkrankungen zum Stillstand kommen, nur geheilt werden sie dadurch nicht. Daher bleibt einem ein Abwegen von Risiken und Nutzen nicht erspart.

Ein Beispiel: Glukokortikoide allgemein als Kortison bezeichnet – vielfältige physiologische Wirkungen auf den Stoffwechsel, den Wasser- und Elektrolythaushalt, das Herz-Kreislaufsystem sowie das Nervensystem, außerdem wirken sie entzündungshemmend und immunsuppressiv. Dafür gewinnt man, wenn es blöd läuft unter anderem Ödeme, Diabetes und Osteoporose. Da Kortisol auch natürlich im Körper gebildet und notwendig ist, gibt es dazu natürlich auch Erkrankungen. Was ein dauerhaft zu hoher Kortisol-Level im Körper anrichten kann, findet sich im Cushing-Syndrom wieder.

In entzündlichen Phasen werden häufig auch Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) eingesetzt. Im Gegensatz zu den üblichen Basistherapeutika sind dieses schnell wirksam und wirken entzündungshemmend und vor allem schmerzstillend. Dazu bekommen wir auch einen bunten Strauß unerwünschter Wirkungen wie Magen- und Darmprobleme, Kopfschmerzen, Müdigkeit und neben weiteren Nettigkeiten auch Leber und Nierenschäden gleich mit. Viele der Nebenwirkungen machen einfach keinen Spaß und schränken die Lebensqualität mehr oder weniger ein. Herzinfarkt, Schlaganfall oder Leber- und Nierenschäden gehen aber weit über eine Beeinträchtigung hinaus. Zumal diese Nebenwirkungen auch nicht mit dem Ende der Einnahme verschwinden.

NSAR nur für Autoimmunerkrankungen? Eigentlich sind es die allseits beliebten „Kopfschmerzmittel“ Aspirin, Ibuprofen und Diclofenac (Voltaren). Klar „wir“, die „Spezialisten“ wissen was in diesen Mitteln steckt, wir sind ja unfreiwillige „Dauergenießer“? Oft bin ich total irritiert, wie leichtfertig viele Menschen zu diesen Mitteln greifen.

Eine relativ neue Gruppe stellen die Biologika dar. Insbesondere Betroffene des „rheumatischen Formenkreises“ können von ihnen profitieren. Da die Behandlung recht teuer ist, gibt es auch immer wieder Diskussionen mit den Kostenträgern .

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