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Clafoutis aux framboises

Ofenpfannkuchen oder Kuchen? Hauptsache lecker.

Die Clafoutis ist so halbe : halbe, ein bisschen Kuchen und ein bisschen Pfannkuchen und eigentlich ein traditionelles französisches Dessert.

Im Sommer mag ich lieber fruchtiges Eis als Nachtisch. Aber ab September, wenn die ersten weniger schönen und kühleren Wochenenden kommen, dann darf es sehr gerne auch etwas warmes sein. Sonntag nach einem späten Frühstück oder Brunch, wenn das Mittagessen ausfällt und zum Abendessen ist es noch hin – dann eine fruchtig fluffige Clafoutis und ein Espresso – einfach genial.

Clafoutis aux framboises

Wikipedia zur Clafoutis: „Das klassische Clafoutis ist das „Clafoutis aux cerises“ mit schwarzen Kirschen. In der Regel werden die Kirschen mit Stein verwendet, entsteinte Kirschen haben den Nachteil, dass sie mehr Saft abgeben und so den Teig flüssiger machen.“

Süßkirschen habe ich keine mehr im Garten. Bei uns sind regelmäßig die Blüten erfroren, aber eine Clafoutis schmeckt auch mit der etwas später blühenden Sauerkirsche sehr gut.

Klar im September habe ich keine frischen Sauerkirschen mehr, woher auch? Aber ich mag sehr gerne Himbeeren und weil in unserer Gegend der Himbeerkäfer aktiv ist, der sich typischerweise an Sommerhimbeeren zeigt, habe ich (wurmfrei) Herbsthimbeeren im Garten. Ganz klar im Küchengarten gibt es dann eben „Clafoutis aux framboises“.

Bevor wieder die Frage kommt: Kann man auch gefrorene Früchte nehmen? – nö – eigentlich nicht. Es ist wie mit den entsteinten Kirschen, gefrorene Himbeeren sind zwar preiswert und lassen sich für viele leckere Speisen verwenden aber Clafoutis – nein – es bleibt nur Matsch. „Clafoutis aux framboises“ ist nur für Küchengärtner mit Himbeerpflanzen oder mit einer anderen bezahlbaren Quelle für frische Himbeeren.

Irgendwann hatte ich ein Rezept von Lea Linster (Luxemburger Spitzenköchin) im Fernsehen mitgeschrieben. 6 Eier, 50 g Zucker, 300 ml Milch, 180 ml Sahne, 1 Esslöffel Mehl und 35 g gemahlene Mandeln.

Nachdem ich mehrere Clafoutis mit Himbeeren für „liebe Gäste“ gemacht hatte, denn so kann ich das natürlich nicht essen – hat es mich echt gewurmt, auch ohne Himbeerkäfer. Ich auch!

Zwischenzeitlich bin ich mit dabei und es gibt bei uns nur noch eine „Clafoutis“ und zwar meine! Einmal „Clafoutis mit Himbeeren“ glutenfrei, ohne Milch und Sahne und eireduziert, bitte. Keiner hat sich bisher beschwert und es wird auch immer bis zum letzten Krümel aufgegessen.

Du hast natürlich recht – „wirklich gesund“ sind süße Mehlspeisen nie. Viele Rezepturen lassen sich aber so entschärfen, dass ich diese „ohne Reue“ genießen kann.

Zutaten für 2 Portionen als Hauptspeise oder 4 – 5 Portionen als Nachtisch:

  • 400 g frische Himbeeren, gewaschen und gezupft
  • 50 g Mandelstifte
  • 3 Eier
  • 30 g Zucker
  • etwas Vanille
  • eine Prise Salz
  • 30 g Rapsöl
  • 60 g Stärke (z.B. Kartoffelstärke)
  • 30 g Kokos- oder Mandelmehl
  • etwas Öl für die Form

250 g Mandelmilch aus:

  • 25 ml Yacon – Zitronen – Sirup alternativ etwas Zitronenabrieb und 1 Esslöffel Reissirup
  • 50 g ungeschälte Mandeln (oder geschälte Mandeln)
  • 175 – 195 g Wasser
  • alles zusammen im Mixer auf höchster Stufe ca. 90 Sekunden mixen

Zubereitung:

Mehle mischen und beiseitestellen.

Die drei Eier mit dem Zucker, Salz und Vanillemark aufschlagen. Unbedingt ausgiebig aufschlagen, die Eiercreme sollte hell und feinporig werden – wie auf dem Bild.

Die Mandelmilch mit dem Rapsöl und dem Mehl sorgfältig vermischen, die Eiercreme vorsichtig unterheben und in mit etwas Öl eingepinseltes ofenfestes Geschirr geben.

Die Himbeeren gleichmäßig auf dem Teig verteilen und die Mandelstifte darauf geben.

Im Ofen bei 160°C Umluft für ca. 40 – 45 Minuten backen. Vor dem Servieren mit etwas Puderzucker besteuern.

Sojamilchschaum (Milchschaum) passt vorzüglich.

Guten Appetit – so lecker kann Herbst sein.

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