Einmachen

Weichmacher in Lebensmitteln

Warum ich mich mit dem Thema „Weichmacher in Lebensmitteln“ beschäftige?
Ein Thema für den Küchengarten? Bedauerlicherweise, ja!

Schuldig sind nicht nur meine Kirschtomaten in Öl, ich liebe es einfach Kräuter in Öl einzulegen. Damit bin ich mitten drin in diesem leidigen Thema. In der Vergangenheit habe ich dieses Thema „umschifft“ indem ich hohe Gläser gewählt und einen Abstand von mehreren cm zum Deckel eingehalten habe.

Getrocknete Tomaten Weichmacher Bisphenol A BPA

Einmachen – welcher Deckel passt?

Zwischenzeitlich besitze ich Twist-Off Deckel in zwei Größen, welche Bisphenol A frei, sterilisierbar und nicht nur pasteurisierbar sind. Eine Stellungnahme des bfr – Bundesinstitut für Risikobewertung zu Weichmachern in Twist-Off Verschlüssen aus dem Jahre 2007 / 2006. Ansonsten nutze ich Vakuumbeutel (weichmacherfrei) zum Einfrieren.

Für mich kann es nicht sein den Konservenhersteller einerseits die Verwendung von schadstoffhaltigen Verpackungen vorzuwerfen und andererseits aus Bequemlichkeit selbst unnötig schadstoffhaltige Verpackung einzusetzen oder zu empfehlen

Da ich die Toxizität von Stoffen keinesfalls bewerten kann, möchte ich auf die efsa (European Food Safety Authority) und den BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.) verweisen bzw. zitieren. Am Ende musst Du entscheiden, ob für Dich dieses Thema Relevanz hat.

Auszüge zur Diskussion um Bisphenol A (BPA).

„ 1. Was ist Bisphenol A (BPA) und wie wird es verwendet?
BPA ist eine chemische Verbindung und wird bei der Herstellung von Kunststoffen aus Polycarbonat (PC), Epoxidharzen und anderen Polymer-Materialien sowie für bestimmte Papiererzeugnisse eingesetzt. PC wiederum findet sich in Lebensmittelkontaktmaterialien, die für Lebensmittel- und Getränkebehältnisse, beispielsweise Geschirrteile (Teller und Becher), Mikrowellengeschirr, Kochgeschirr, Behälter für Wasserspender und andere verbrauchernahe Produkte, wie Spielzeuge und Schnuller mit PC-Schild, verwendet werden. Epoxidphenolharze auf BPA-Basis dienen als Schutzbeschichtungen für Konserven- und Getränkedosen sowie als Auskleidungen häuslicher Trinkwasserbehälter.
BPA findet ebenfalls Anwendung bei einer Reihe von Nicht-Lebensmitteln, darunter Farben auf Epoxidharz-Basis, medizinische Geräte, Zahnversiegelungen Oberflächenbeschichtungen, Druckfarben und Flammschutzmittel. Ein weiteres verbreitetes Einsatzgebiet von BPA ist Thermopapier, das häufig für Kassenbons und Quittungen verwendet wird. Durch Abrieb von epoxidhaltigen Bodenbelägen, Klebstoffen, Lacken, elektronischen Geräten und Leiterplatten kann BPA auch im Hausstaub vorkommen.“
Quelle: http://www.efsa.europa.eu/de/topics/topic/bisphenol

„3. Ist BPA aus Lebensmitteln und anderen Quellen gesundheitlich bedenklich?
Die jüngste umfassende Neubewertung der EFSA bezüglich der Exposition gegenüber BPA und dessen Toxizität wurde im Januar 2015 veröffentlicht. Darin kommen die Sachverständigen der Behörde zu dem Schluss, dass BPA für Verbraucher keiner Altersgruppe ein Gesundheitsrisiko darstellt (einschließlich ungeborener Kinder, Kleinkinder und Jugendlicher). Die Exposition über die Ernährung bzw. eine Kombination verschiedener Quellen (Ernährung, Staub, Kosmetika und Thermopapier) liegt deutlich unterhalb dem sicheren Grenzwert (der „tolerierbaren Aufnahmemenge“ oder TDI) für BPA in Lebensmitteln: 4 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag (µg/kg KG/Tag). Die höchsten Schätzungen für die von Lebensmitteln und einer Kombination von Quellen ausgehende Exposition (die sogenannte „aggregierte Exposition“) liegen um das 3- bis 5-fache unter diesem TDI-Wert.

Der TDI-Wert ist die (auf Basis des Körpergewichts) geschätzte Menge eines Stoffs, die ohne nennenswertes Risiko ein Leben lang täglich aufgenommen werden kann.“
Quelle: http://www.efsa.europa.eu/de/topics/topic/bisphenol

„9. Bedeutet dies, dass BPA ein Gesundheitsrisiko für Menschen darstellt?
BPA stellt kein Gesundheitsrisiko für Verbraucher dar, da die aktuelle Exposition gegenüber dem chemischen Stoff zu gering ist, um Schaden zu verursachen. Aus dem wissenschaftlichen Gutachten der EFSA geht hervor, dass die BPA-Mengen, denen Verbraucher aller Altersstufen ausgesetzt sind, weit unter dem geschätzten Wert für eine sichere Exposition liegt – der tolerierbaren täglichen Aufnahmemenge (TDI). Die EFSA ist der Ansicht, dass keine Gesundheitsbedenken bestehen, da die höchsten Schätzwerte für die ernährungsbedingte bzw. aggregierte BPA-Exposition, je nach Altersgruppe, drei- bis fünfmal niedriger liegen als der TDI-Wert. Für sämtliche Bevölkerungsgruppen ist allein die ernährungsbedingte Exposition fünfmal geringer als der TDI.“
Quelle: http://www.efsa.europa.eu/de/topics/topic/bisphenol

BPA ist Ausgangsstoff für die Herstellung von Epoxidharzen. Das sind Kunststoffe, mit welchen das Innere von Konservendosen häufig ausgekleidet wird, um Korrosion zu verhindern. Ziel der Untersuchung war es, festzustellen wieviel BPA aus der Epoxidharzbeschichtung der Doseninnenseite auf die Lebensmittel übergeht. Untersucht wurden Konserven mit Thunfisch, gestückelten und ganzen Tomaten, Kokosmilch sowie Mais und Sauerkraut.

Das Ergebnis ist erschreckend: knapp 74 Prozent der untersuchten Lebensmittelproben waren belastet. Der BUND hat die gesundheitsschädliche Chemikalie in häufig konsumierten Thunfisch-, Tomaten- und Kokosmilchkonserven aus den Regalen der großen Handelsketten Lidl, Rewe, Aldi, Edeka, Netto und Penny nachgewiesen. In 5 von 7 Thunfisch-, 4 von 7 Tomaten- und 3 von 5 Kokosmilchkonserven konnte BPA gefunden werden. Der niedrigste Wert betrug 7,4, der höchste 510 Mikrogramm pro Kilogramm. Bei Tomaten und Thunfisch lagen die Konzentrationen zwischen 9 und 28,5 Mikrogramm pro Kilogramm.

Temperaturschwankungen bei der Lagerung, Fett- und Säuregehalt der Lebensmittel oder das Erhitzen zu Konservierungszwecken können das Migrationsverhalten von BPA beeinflussen und so zu unterschiedlichen Konzentrationen führen. So ist es schwer kalkulierbar, wie viel BPA sich im Inhalt einer Dose anreichert.“
Quelle: https://www.bund.net/chemie/hormonelle-schadstoffe/bisphenol-a/lebensmittelkonserven/

Bisphenol A: hohe Konzentrationen im menschlichen Blut
Innerhalb Deutschlands werden jährlich ca. 410.000 Tonnen vermarktet. Bisphenol A kann sich bei Kontakt mit Lebensmitteln aus dem Produkt lösen und ist dann in diesen nachweisbar. Der mittlere Gehalt an Bisphenol A im menschlichen Blut ist mittlerweile höher als die Konzentration, die bei Mäusen zu einer Beeinträchtigung der Sexualentwicklung führen kann.“
Quelle: https://www.bund.net/chemie/hormonelle-schadstoffe/bisphenol-a/

Bisphenol A: Hormongift mit fatalen Folgen
Bisphenol A gehört zu den hormonellen Schadstoffen, die bereits in winzigen Mengen in unseren Hormonhaushalt eingreifen können. Es ist außerdem ein gutes Beispiel dafür, wie wenig die traditionelle Risikobewertung noch geeignet ist, tatsächliche Schäden zu erfassen: Möglicherweise ist es durch eine direkte Einwirkung auf Hormonrezeptoren in geringeren Konzentrationen schädlicher als in größeren Mengen. Frühreife, eine reduzierte Spermienzahl oder auch Verhaltensstörungen werden als mögliche Folgen diskutiert.“
Quelle: https://www.bund.net/chemie/hormonelle-schadstoffe/bisphenol-a/

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