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Nährstoffdichte ein Vergleich

Nährstoffdichte, klingt ungewohnt und etwas sparrig. Ist aber ein wichtiger Begriff, wenn es um gesündere Ernährung geht.

Nun, unter dem Begriff der Nährstoffdichte versteht man, wie viele Nährstoffe im Verhältnis zum Energiegehalt ein Lebensmittel enthält. Ich habe einen Versuch unternommen die Nährstoffdichte verschiedener  Frühstücksoptionen einmal sichtbar zu machen. Dazu habe ich eine kleine Grafik erstellt. Bei den Bedarfswerten habe ich mich an den Empfehlungen der Gesellschaft für Ernährung orientiert. Annahme: Mein NORMALO, ein fiktiver ca. 50 jähriger Mensch – Sportmuffel – der gerne sein aktuelles Gewicht halten bzw. langfristig etwas senken möchte.

Um die unterschiedlichen Einheiten vergleichen zu können habe ich die Werte auf den fiktiven Tagesbedarf umgerechnet und in % davon dargestellt. Tagesbedarf 2100 kcal = 100%, 1,5 – 2l Flüssigkeit, Salzkonsum 3g bis maximal 6g (WHO).
Es treten an:

  • 55 g Müsli aus 9 g Rosinen, 35 g groben und feinen Haferflocken, 6,5 g Walnüsse, 6,5 g
  • Sonnenblumenkerne, ½ Banane, 100 g Joghurt mit 3,5% Fett und 50 g roten Johannisbeeren.
  • Das Kaiserbrötchen (ca. 50 g), 1 Teelöffel Butter (15 g), 2 Teelöffel Konfitüre (30 g)
  • Das Kaiserbrötchen (ca. 50 g), 2 Teelöffel Nuss-Nugat-Creme (30 g)
  • Das Kaiserbrötchen (ca. 50 g), 1 Teelöffel Butter (15 g), 2 Teelöffel Nuss-Nugat-Creme (30 g)

Wie man auf der Grafik erkennen kann, liegen die Energiegehalte (Kalorien) der unterschiedlichen Mahlzeiten so um die 20% und damit relativ dicht bei einander.

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Allerdings zeigt das Brötchen mit Butter und Nuss-Nugat-Creme bereits einen deutlichen Ausreißer beim Fettgehalt. Ansonsten sind die Brötchen (gepunktete und orange Linien) relativ deckungsgleich und damit gleichwertig. Nun zum Müsli (grau/grüne Linie). Es ist unschwer zu erkennen, dass wenn man für das Frühstück ca. 20% Tagesbedarfe anpeilt, das Müsli die Nase vorne hat. Es bringt neben Energie (Kalorien) auch viele weitere notwendige Stoffe zum Beispiel Vitamine, Ballast- und Mineralstoffe mit. Auch wenn hier nicht dargestellt, bei den Spurenelementen sieht es ähnlich aus.

Brötchen gegen Müsli - das Frühstück für die Woche

Ist das grundsätzlich ein Problem? Ein ganz klares NEIN! Wir haben noch ca. 80 % des Energiebedarfs und den restlichen Tag zur Verfügung und die fehlenden Stoffe zu ergänzen. Es wird aber schwieriger! Selbstverständlich können mit 20 % des Energiebedarfs nicht automatisch auch genau 20 % aller notwendigen Nährstoffe aufgenommen werden. Es ist auch völlig normal das wir nicht an jedem Tag für alle Nährstoffe zu 100 % erreichen können. Für diesen Fall hat die Natur vorgesorgt, es gibt diverse Mechanismen und Speicher welche sich um den Ausgleich kümmern.

Kategorien:meineGesundheit, meinEssen

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