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Gesunde Lebensmittel: Gibt es sie wirklich?

Na klar! Noch nie gehört? „One apple a day, keeps the doctor away!”

Ist es wirklich so einfach? Die U.S. Food & Drug Administration (http://www.fda.gov) hat einen Prozess zur Neudefinition von „Healthy“ im Kontext von Lebensmittel am Laufen.
Eine vernünftige Definition, welche man zum Beispiel zur Deklaration von Lebensmitteln nutzen könnte, ist tatsächlich nötig. Vielen Verbrauchern fehlt eine echte Orientierung spätestens dann, wenn es ans Einkaufen geht.

Gut, was könnte ein gesundes Lebensmittel sein? Wer sich allgemein mit dem Thema beschäftigt, stellt fest, es wird speziell, sehr speziell, fast religiös. Das reicht von dem propagieren einzelner Nahrungsmittel, über Lebensmittellisten, bis hin zu speziellen Zubereitungsformen. Die „Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.“ kennt gar keine gesunden Lebensmittel. Man spricht von einer vollwertigen Ernährung, um die Gesundheit zu fördern. Soweit so gut. Eine Mindestanforderung an ein „Gesundes Lebensmittel“ ist für mich, dass das „Lebensmittel keinen einzigen Menschen weder kurz- noch langfristig krank machen kann“.

Zurück zum Apfel – ist dieser nun gesund? Und wenn ja, warum?
Der Apfel ist lecker und der Nährstoffgehalt kann sich sehen lassen. Er enthält viele Vitamine, Spurenelemente, Ballaststoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe bei vergleichsweise wenig Kilokalorien. Den überwiegenden Teil der Vitamine findet man in oder in unmittelbarer Nähe der Schale. Da Apfelbäume regelmäßig mit Apfelschorf, Apfelmehltau oder dem Apfelwickler kämpfen, werden sie zur Ertragssicherung relativ häufig mit chemischen Mitteln behandelt. Viele Rückstände lassen sich durch intensives Waschen entfernen. Um die Vitamine zu erhalten, sollte man ihn nicht schälen (vielleicht doch besser BIO).

Leider stellt der Apfel aber ein Problem für viele Allergiker dar. Inzwischen gilt jeder vierte bis fünfte Erwachsene in Deutschland als von einer Pollenallergie betroffen. Zudem sollen 60% der Pollenallergiker auch auf Obst- und Gemüse reagieren.

Dann gibt es noch die Fructoseintoleranz. Unter dem Begriff der Fructoseintoleranz werden unterschiedliche Störungen des Fructosestoffwechsels zusammengefasst. Die Beschwerden, die die Fructose bei intoleranten Menschen verursachen kann, reichen von Verdauungsproblemen bis hin zu ernsthaften Lebererkrankungen. Bei der Fructose handelt es sich um einen insulinunabhängig verstoffwechselten Einfachzucker. Bis zu der allgemeinen Erkenntnis, dass größere Mengen davon den Fettstoffwechsel negativ beeinflussen, galt die Fructose als „der Wunderzucker“ für Diabetiker. Der Apfel enthält viel Fructose.

Ist ein Apfel gleich ein Apfel? Ja, auch diese Frage scheint auf den ersten Blick nur zu einfach.
Weltweit gibt es tausende von Apfelsorten. Und es lässt sich nachweisen, dass die Apfelsorte bei der Apfel-Allergie eine entscheidende Rolle zu spielen scheint. So gibt es Apfelsorten welche als besonders verträglich gelten. Die Apfelallergie und Apfelsorten ist aber ein eigenes Thema.

Gesund oder ungesund? Tatsächlich spielt die Art und Weise der Zubereitung eines Lebensmittels eine wichtige Rolle, bei der Beurteilung, ob und für wen ein Lebensmittel gesund oder ungesund ist. Dies gilt insbesondere auch für den Apfel.

Aussagen wie „Rohkost = Urnahrung des Menschen! UND „Rohkost = Powerkost!“ Sind gewagt. Dabei ist es sicher richtig und unbestritten, dass die Erhitzung von Lebensmitteln diese nicht nur verändert, sondern auch Inhaltsstoffe zerstört. Nur ist das auch zwingend ungesund? Für den Apfel und seine Allergene gilt das nicht. Viele seiner Allergene sind wenig temperaturstabil und lassen sich durch Erhitzen zerstören. Ein Grund warum oft auch Apfel-Allergiker den Apfelkuchen gut vertragen.
Das „Gesunde Lebensmittel“ an sich, gibt es so etwas tatsächlich? Ich glaube nicht, meine Überzeugung ist, dass es auf den Einzelnen ankommt. Wir ähneln und unterscheiden uns von einander vermutlich mehr, als wir gemeinhin denken.

Ich bin für mich zu dem Schluss gekommen, man muss letztlich jedes Lebensmittel mit der jeweiligen Zubereitungsform genauer betrachten und für sich zu einer Entscheidung zu kommen.

Grundsätzlich gilt: Je frischer und unverarbeiteter ein Lebensmittel ist, je mehr Inhaltsstoffe enthält es und je feiner es zerkleinert wurde, desto mehr können wir davon aufnehmen. Im GUTEN wie im SCHLECHTEN.

Kategorien:meineGesundheit, meinEssen

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