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Physalis – Andenbeere

Warum sie nicht fehlen sollte. Die Physalis ist eine ertragreiche, mehrjährige strauchige Pflanze und bei uns leider nicht winterhart. Die „rote Beerenwelle“ neigt sich dem Ende zu und dem Geschmacksinn dürstet es nach Exotik, dann sind die Physalis einfach perfekt.

Wer ernten will, muss säen. Wer viel ernten möchte, muss frühzeitig säen. Die Jungpflanzen sollten so zeitig angezogen werden, dass bei passender Witterung ab Mitte Mai geschützt ausgepflanzt werden kann. Ernten kann man ab August oder September. Bei späten Aussaaten werden sehr viele Früchte nicht reif. Von der Pflanzung bis zur Reife vergehen ungefähr 3 – 4 Monate.

Eine Pflanze beansprucht ca. 0,5 m² normalen humosen Gartenboden (PH-Wert zwischen 5,5 – 7,0) und wünscht sich viel Sonne und Wasser. Optimal ist ein im Frühjahr mit Kompost (3-5 l pro qm) versorgter Boden plus ca. 25 Hornmehl pro Pflanze. Wird es später knapp, kann man bedarfsgerecht flüssig nachdüngen. Im Freiland erreicht sie eine Höhe von 1 – 2 m, im Gewächshaus schafft sie es auf 2,50 m.

Die Physalis wächst kräftig und zunächst eintriebig. Mit der Verzweigung beginnt sie ab ca. 30-40 cm. Soll sie, als Kübelpflanze gezogen werden benötigt sie mindestens 10 -12 Liter Kübelvolumen und gutes Substrat. So lässt sich die Physalis, vorausgesetzt man räumt sie rechtzeitig ein und hat einen geeigneten Platz natürlich sehr viel einfacher als eine Freilandpflanze überwintern.

Dazu wird die Physalis um die Hälfte zurückgeschnitten und bei 5-10°C eingelagert. Ob sich die Überwinterung lohnt, kann ich nicht sagen. Meine Versuche hierzu habe ich eingestellt, da ich regelmäßig mit Schädlingsbefall zu kämpfen hatte und die Anzucht sich wirklich einfach gestaltet.

Reife Physalis sind je nach Sorte intensiv gelborange gefärbt, die Hülle ist vertrocknet und braun gefärbt. Nach meiner Erfahrung reifen richtig unreife (d.h. ganz grüne) Früchte nicht nach. Früchte, welche aber bereits mit der Reifung begonnen haben, reifen bei ausreichend Wärme weiter.

Als Saatgut kann Samen aus gekauften reifen Früchten nutzen. Nach Versuchen mit unterschiedlichen Sorten habe ich meinen persönlichen Favoriten gefunden.

Die „Schönbrunner Gold“ ist eine großfruchtige Selektion der Forschungsanstalt für Gartenbau Schönbrunn/Wien. Die »Schönbrunner Gold« hat nicht nur besonders große schmackhafte Früchte, sondern sie reift auch etwas Zeitiger. Überzeugt hat mich der stabile Wuchs. Bei mir ist es oft sehr windig, da sind mir bei den anderen Sorten häufig die Äste frühzeitig abgebrochen.

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