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Sauerampfer

Sauerampfer wird hin und wieder als »Superfood« bezeichnet. Wie schon mehrfach erwähnt, finde ich diese Art von Begrifflichkeit ziemlich übertrieben.

Insbesondere, da beim Sauerampfer gilt, nicht für jeden und sicherlich nicht in jeder Menge und Häufigkeit. Aber Sauerampfer ist schon ein tolles Kraut. Es finden sich reichlich Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Flavonoide, Gerbstoffe aber auch Oxalsäure. Hinsichtlich der Gesamtheit der Inhaltsstoffe ist es vielen der »üblichen« Kulturpflanzen deutlich überlegen.

Zudem gilt das Kraut als blutreinigend, harntreibend und etwas abführend. Die »Frankfurter Grüne Soße« ohne Sauerampfer? Undenkbar! Zudem sind die noch jungen, zarten Blätter sehr lecker im Smoothie und Salaten, Dips, auf Fisch oder in Suppen.

Sauerampfer kann man natürlich als Wildkraut sammeln. Mit einem Garten oder Balkon ist man natürlich im Vorteil, da sich das Kraut problemlos ausgepflanzt oder im Topf ziehen lässt. Es ist ein frühes Kraut und winterhart. Man kann selbstverständlich die Wildsorte (Rumes acetosa) pflanzen, diese hat besonders zarte Blätter. Nachteilig ist, dass die »Blühte« regelmäßig entfernt muss, da die Blätter sonst bitter werden und hin und wieder kommen auch mal Läuse vorbei.

Ich habe zwischenzeitlich zur Sorte »Profusion« gewechselt. Bei der Profusion handelt es sich um eine nicht blühende Sauerampfersorte mit festeren, etwas fleischigeren Blättern. Da sie nicht blüht, kann sie nur vegetativ vermehrt werden. Entschädigt werde ich mit einer sehr pflegeleichten und lausfreien Pflanze. An einem halbschattigen, nährstoffreichen humosen Standort ernte ich problemlos bis zum Frost. Es reicht eine ausreichende Wasserversorgung und hin und wieder die »alten« härtern Blätter zu entfernen.

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